Powerplay | Saison 2025/26 | Ausgabe 6
Auch das Zusammenspiel mit Trainerteam und sportlicher Leitung ist klar geregelt. „Wenn mich Craig oder Jason fragen, wann der Spieler wieder spielen darf, gibt es da keine Diskussion. Das ist enorm wichtig.“ Während ein klassischer Reha-Patient vor allem wieder alltagstauglich werden möchte, geht es im Profisport um maximale Leistungsfähigkeit. „Beim Profisport ist wirklich die maximalste Kraft, die maximalste Stabilität gefragt. Ein Profisportler muss zu 100 Prozent fit sein, damit er diese Belastungen im körper- lichen Sport aushalten kann.“ Der Austausch im Team ist eng. „Der Austausch zwischen Ärzten und Trainern ist eigentlich täglich und ziemlich eng. Jede Kleinigkeit wird kommuni- ziert“, so Duschl. Auch Martina Reil , Physiotherapeutin der Tigers, betont diesen Aspekt: „Dadurch, dass so viel Druck mitschwingt, ist der Aus- tausch super eng. Es wird vor allem mit den Ärzten viel abgesprochen, ab wann die Reha wie erweitert werden darf. Gemeinsame Parameter werden festgelegt.“ Reha: Schritt für Schritt zurück Nach der Diagnose beginnt die eigentliche Aufbauarbeit – unter anderem im Reha Zentrum Straubing „Es kommt immer auf die Schwere der Verletzung an“, sagt Peter Kunzmann , Sporttherapeut der Straubing Tigers. „Der Ablauf ist relativ gleich, meist eine Vorbereitung über die Physiotherapeuten (Martina R., Alex D.), wenn es not- wendig ist passive Maßnahmen und dann Training im gro- ßen 200 qm Trainingsraum im Rehazentrum Straubing.“ Ein wichtiger Wendepunkt ist der Übergang von passiven Maßnahmen zur aktiven Arbeit. „Sobald die Spieler neben passiven Maßnahmen auch wieder in die Aktivität starten können, merkt man eine deutliche Verbesserung der Stimmung. Jede Verletzung bedeutet wieder etwas von Beginn an zu tun.“ Maximale Belastbarkeit statt Alltagstauglichkeit Rehabilitation im Profisport unterscheidet sich deutlich vom klassischen Reha-Alltag. „Ich denke, der größte Unterschied ist die Zeit“, erklärt Alex Duschl , Physiotherapeut der Tigers. „Man hat vom Zeit- plan her einerseits mehr Druck. Andererseits muss man von der Dosierung her immer gucken, dass man nicht zu viel Gas gibt, aber auch nicht zu wenig.“ Straubing Tigers www.tigershockey.de | 17 Powerplay In und um den Pulverturm
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