Powerplay | Saison 2025/26 | Ausgabe 6
Powerplay In und um den Pulverturm Nicht im Kader. Aber mittendrin. Drei Tigers erzählen vom Olympischen Dorf, vom Tunnel im San Siro – und von diesem einen Moment, der bleibt Olympia ist für viele Athleten ein Ziel, das ein ganzes Leben lang im Kopf herumspukt. Für drei Spieler der Straubing Tigers wurde dieses Wort in Mailand greifbar. Filip Varejcka, Stefan Loibl und Tim Brunnhuber waren als Trainingsathleten Teil des deutschen Teams. Nicht im finalen Spielkader. Aber mittendrin im olympischen Alltag. Im Dorf. Im Stadion. Bei der Eröffnungszeremonie. Und manchmal ist genau diese Perspektive die spannendere. „Es ist schon trubelig “ Wie muss man sich so ein Olympisches Dorf vorstellen? Filip Varejcka lacht kurz, bevor er antwortet. „Es ist schon trubelig. Also auf den Zimmern ist es ruhig, da bekommt man nicht viel mit. Jede Nation hat ihr eigenes Stockwerk und jeweils eigene Zimmer natürlich. Da hat man seine Ruhe – was auch gut so ist.“ Und dann dieser kleine Perspektivwechsel. „Aber sobald man rausgeht, sind immer Athleten unterwegs. Oder Trainer von den Athleten. Oder auch in der Cafeteria – das ist echt ganz cool, wenn du da die verschiedenen Nationen siehst.“ Die Cafeteria – oder wie Varejcka es beschreibt: „Die ist riesig. So eine Mensa. Da kann jeder Athlet essen gehen. Du musst halt immer deine Akkreditierung dabei- haben, sonst kommst du gar nicht rein.“ Stefan Loibl bringt es mit weniger Worten auf den Punkt: „Eher ein organisiertes Chaos. Sehr viele Athleten, Trainer – alles an einem Ort. Zu den Stoßzeiten beim Essen kann es schon mal chaotisch werden. Ansonsten eher ruhig.“ Und Tim Brunnhuber ergänzt eine dritte Perspektive: „Es kommt total darauf an, welche Phase gerade im Dorf ist. In der Früh ist es eher ruhig, da ist jeder noch ein bisschen verschlafen. Dann geht’s zum Frühstück. Das verteilt sich eigentlich ganz gut.“ Aber sobald andere Mannschaften anreisen, ändert sich die Atmosphäre. „Als die anderen Eishockey-Teams gekommen sind, hat man gemerkt, dass mehr los ist. Mehr Medienvertreter, mehr Bewegung. Da ist dann natürlich schon ein bisschen mehr Trubel.“ Kein Dauerfeuerwerk. Kein permanenter Ausnahmezustand. Sondern ein Ort mit Rhythmus. Straubing Tigers www.tigershockey.de | 61
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy Njg5Mg==