Powerplay | Saison 2025/26 | Ausgabe 6
| 63 Sicherheit wie am Flughafen Was Varejcka besonders beeindruckt hat, war nicht das Glamouröse. Sondern das Strukturelle. „Das Sicherheitsprotokoll wird sehr, sehr großgeschrieben. Wenn du vom Training zurückkommst, wirst du jedes Mal durchsucht. Du musst deine Akkreditierung dabeihaben. Das ist wie am Flughafen.“ Und das nicht nur einmal. „Auch wenn du mit dem Bus als Team fährst, wirst du trotz- dem nochmal durchgecheckt. Nicht nur im Olympischen Dorf, sondern auch am Trainingsgelände wird jeder Einzel- ne durchsucht. Das fand ich schon krass, wie sicher das alles ist.“ Olympia als Hochsicherheitszone. Mitten in einer Welt aus Emotionen. „Eigentlich relativ simpel“ Der Alltag als Trainingsathlet? Überraschend unspektakulär. Stefan Loibl beschreibt ihn nüchtern: „Aufstehen. Frühstücken. Bis zum Training. Training. Zurück ins Dorf. Mittagessen. Freizeit. Schlafen.“ Varejcka formuliert es ausführlicher: „In der Früh gehst du meistens oder auch mittags ins Trai- ning. Aber zuerst gehst du in die Kantine frühstücken. Dann fährst du ins Training, kommst heim – und hast eigentlich den Rest des Tages frei.“ Freizeit bei Olympia. Ein Satz, der größer klingt, als er ist. Für Brunnhuber war die Zeit in Mailand selbst recht kurz. „Das meiste war ja in Bozen. Donnerstag war Anreisetag, da hatte man ab mittags Zeit, das Dorf anzuschauen. Man konnte sich auch so Pakete abholen – da gab’s ein Handy, Shampoo, Pflegeprodukte. Alles unter dem Motto Olympia vorbereitet. Das war echt cool zu sehen.“ Und trotzdem betont er einen entscheidenden Punkt: „Man hat keinen Unterschied gemerkt, ob man Trainings- athlet ist oder einer von der Mannschaft. Wir wurden alle gleich behandelt – vom Trainerteam.“ Powerplay In und um den Pulverturm Straubing Tigers www.tigershockey.de
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