Powerplay | Saison 2026/27 | Ausgabe 1
Die freilich stechen hervor – Jahre mit weniger als 30 As- sists beispielsweise sind rar. „Ja, ich liebe es, mich in den Angriff mit einzuschalten. Ich hoffe, das kann ich auch diese Saison zeigen“, so Duszak selbst. Denn eines nagt an ihm: Die letzte Saison bei Nizhnekamsk in der KHL war seine erste, in der er kein eigenes Tor erzielen konnte. „Das stört mich wirklich. Da habe ich diese Saison auch etwas gut zu machen.“ Und das merkte man auch bereits in der Vor- bereitung: Der Verteidiger wirkte engagiert, forderte auch den Puck und versuchte etwas zu kreieren. Das manchmal vielleicht sogar einen Tick zu übermotiviert. Aber gerade dafür ist ja die Vorbereitungsphase auch da, um den An- passungsprozess zu verfeinern. Und diese Phase war auch lang – sechs Wochen, sieben Spiele. In Nordamerika ist man eher die Hälfte davon jeweils gewohnt. Für Duszak aber kein Problem: „Es sind ja doch einige neue Spieler im Team, teilweise auch Spieler, die noch nie in Europa waren. Da war diese Zeit für die Anpassung sicher ganz gut.“ Und auch für seine persön- liche Anpassung: Denn das Ehepaar Duszak wurde im Frühjahr erstmalig Mama und Papa. „Ich konnte in den letzten Wochen auch in Ruhe mit Frau und Kind hier ankommen und mich eingewöhnen. Das ist auch wichtig.“ Und was er sah, das gefiel ihm. „Natürlich ist das alles kleiner als in New York zum Beispiel, wo ich herkomme. Aber es ist alles sehr familienfreundlich. Man kann viel zu Fuß machen, ist schnell überall, wo man hinwill. Für die Familie ist das perfekt.“ Zum Familienglück gehört auch, dass der kleine Sohn bei den Spielen dabei ist. Das erste Vorbereitungsspiel gegen Nürnberg war sein erstes Eishockey-Match. Und auf dem Eis sah und sieht er dabei einen ganz ande- ren Papa als zu Hause oder allgemein neben der Eisfläche. Denn da wirkt Duszak eher wie der Buchhalter auf dem Weg in den Feierabend. Auf dem Eis freilich sieht das an- ders aus, das zeigte schon die Vorbereitungsphase. Ein um- strittener Pfiff des Schiedsrichters? Schon ist Duszak on fire und lautstark dabei. „Denn ich will einfach immer gewinnen – auch in der Vorbereitung und selbst wenn ich Ringe auf Kuhkannen werfe. Was ich mache, tue ich, um zu gewinnen.“ Emotion und Leidenschaft – das lieben die Fans am Pulver- turm und davon wird Duszak auch wieder mehr erleben als teilweise in den letzten Jahren. Denn da spielte er unter anderem für die chinesischen KHL-Clubs Kunlun Red Stars und den Nachfolgeverein Shanghai Dragons. Die freilich trugen ihre Heimspiele in Moskau bzw. St. Petersburg aus. „Das war schon komisch. Denn die Heimspielatmosphäre hat da komplett gefehlt, es waren nur wenige Zuschauer da.“ Das wird am Pulverturm ganz anders sein. Und darauf freut sich der Neuzugang: „Ich habe schon viel von den Fans gehört und man hat das auch schon bei der Team- vorstellung und den Vorbereitungsspielen gesehen. Aber jetzt in den Saisonspielen soll es nochmal anders sein. Und darauf freue ich mich.“ Ansonsten freilich kann er auch über seine drei Jahre in Russland nichts Negatives sagen. „Für uns Spieler war das keine schlechte Zeit. Es war alles sehr professionell, wir haben gut gelebt. Aber na- türlich ist die Kultur hier in Deutschland einfach eine andere, ähnlicher wie in den USA . Und das ge- nieße ich jetzt schon auch wieder.“ Neuzugang im Fokus Powerplay 10 |
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