Powerplay | Saison 2026/27 | Ausgabe 2

| 29 Powerplay Athletic Coach im Fokus Straubing Tigers www.tigershockey.de IHR PARTNER FÜR DIE ENTSORGUNG VON METALLEN SEIT 1898 CONTAINERSERVICE TELEFON 09421 9940-0 HOMEPAGE WWW.ANDORFER.DE METALLHANDEL IHRKONTAKTZUUNS OFFICE@ANDORFER.DE ENTSORGUNG VONEISENUNDNE-SCHROTTEN HANDELVONMETALLENALLERART Seit diesem Sommer ist Christian Liefke als Athletiktrainer Teil der Straubing Tigers. Nach sieben Jahren im Profifuß- ball bringt der 32-Jährige neue Perspektiven mit – und einen klaren Anspruch: Spieler sollen nicht einfach fit bleiben. Sie sollen besser werden. Es gibt diese Momente, in denen sich ein Weg plötzlich ver- ändert. Christian Liefke hatte sich gerade eine Auszeit für seine Familie genommen. Eine Zeit, die zugleich von einem schweren Verlust geprägt war: Sein Vater war unerwartet verstorben. Um auf andere Gedanken zu kommen, war er mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter im Camper unterwegs, mitten in Spanien, als ihn der Anruf aus Straubing erreichte. „Wir haben gesagt: ,Lass uns das anhören, irgendwie passt das gerade.‘“ Heute ist Christian Liefke Athletiktrainer der Straubing Ti- gers. Ein gebürtiger Niederbayer, der nach sieben Jahren im Profifußball in seine Heimat zurückgekehrt ist – und zugleich Neuling im Eishockeysport. Liefke wuchs in Dingolfing auf. Als Fußballer führte ihn sein Weg mit Hankofen bis in die Bayernliga, ehe ihn eine Kreuz- bandverletzung zurückwarf. Die eigene Rehabilitation wurde zum nächsten entscheidenden Schritt. Mit dem, was er dabei erlebte, war Liefke nicht vollständig zufrieden. Er organisierte seine Rehabilitation weitgehend selbst – auf Grundlage seines sportwissenschaftlichen Wissens und dessen, was er sich zusätzlich aneignete. Aus der eigenen Verletzungserfahrung entstand so sein beruflicher Schwerpunkt. Nach seinem Masterstudium der Sportwissenschaften arbei- tete Liefke bei Jahn Regensburg und beim FC Ingolstadt. Zwei Stationen, die ihn im Profifußball prägten. Dass eine weitere große Adresse ausgerechnet in seiner Heimat auf ihn warten würde, hatte er nicht unbedingt erwartet. „In unserer Region gibt es schlichtweg nicht viele große Adressen im Sport. Die Wahrscheinlichkeit, dass du irgendwann in der Heimat arbei- test, ist relativ gering.“ Nun sind es mit Regensburg und den Tigers bereits zwei. Die Rückkehr nach Niederbayern ist für Liefke deshalb mehr als ein Jobwechsel. Familie und Beruf lassen sich besser miteinander verbinden. Gleichzeitig be- ginnt sportlich ein neues Kapitel. Denn Eishockey funktioniert anders als Fußball. Und genau das reizt ihn. Vom Fußball zum Eishockey Sieben Jahre Profifußball liegen hinter Liefke. Die grundlegen- den Prinzipien seiner Arbeit nimmt er mit nach Straubing. Was sich verändert, ist die Anwendung. Ein Eishockeyspieler be- wegt sich anders. Die Belastung der Gelenke ist eine andere, „Ehrlichkeit gewinnt“ die Intensität einzelner Aktionen höher und der Körperkontakt Teil des Spiels. Dazu kommt der Spielplan: Während Fußball- spieler normalerweise einmal pro Woche antreten, können im Eishockey zwei oder sogar drei Spiele innerhalb weniger Tage aufeinanderfolgen. Für einen Athletiktrainer bedeutet das vor allem eines: Be- lastung muss intelligent gesteuert werden. „Wenn du dreimal spielst, dann hast du keine zwei intensiven Trainingstage in der Woche. Die Belastung verschwindet nicht. Sie verändert sich.“ Gleichzeitig sieht Liefke in der Struktur des Eishockeys eine große Chance. Die Off-Season bietet einen Zeitraum, in dem nicht ständig auf die nächste Partie hingearbeitet werden muss. „Du hast im Fußball keine drei Monate am Stück, wo du einen Sportler wirklich besser machen kannst und nicht darauf schauen musst, dass er am Wochenende frisch ist.“

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