Powerplay | Saison 2025/26 | Ausgabe 7
Geschäftsführerin im Fokus Powerplay Wenn Du auf 20 Jahre DEL zurückblickst: Was waren aus Deiner Sicht die prägendsten Momente? Was war für Dich die größte Herausforderung – und worauf bist Du beson- ders stolz? Meine Aufgabe ist es, den wirtschaftlichen Rahmen für den Sport zu schaffen. Die größte Herausforderung war und ist die Finanzierung. Wir müssen Jason Dunham Jahr für Jahr einen Etat zur Verfügung stellen, mit dem er eine konkurrenzfähige Mann- schaft bauen kann – trotz vieler Unbekannter in der Planung. Zudem war die Infrastruktur ein Mammutprojekt: Vom „9000-Punkte-Plan“ direkt nach dem Aufstieg über den Video würfel, den Stadionanbau und die LED-Wall sowie die LED-Ban- den bis hin zum neuen Office-Gebäude. Dass wir uns als ver- gleichsweise kleiner Standort so fest etabliert haben, macht mich stolz. Die Liga wollte uns anfangs eigentlich gar nicht dabei haben, weil der Fokus damals stark auf großen Standorten mit Multifunktionsarenen lag. Heute glaube ich, dass wir bewiesen haben, dass es auch anders geht – und dass die Straubing Ti- gers ein solider, verlässlicher und fester Bestandteil der Liga sind. Inwiefern hat die Wiedereinführung von Auf- und Abstieg die langfristige Planung verändert? Welche zusätzlichen Eventualitäten spielen heute eine Rolle? Es ist deutlich schwieriger geworden. Die Planungssicherheit ist weg, wir müssen mehr ins Risiko gehen. Ein Abstieg ist die absolute Horrorvorstellung. Man sieht am aktuellen Beispiel Dresden, wie schwer es ist, eine Mannschaft zu bauen, wenn die Ligazugehörigkeit unklar ist. Die Gefahr einer Abwärtsspirale ist riesig. Ich möchte ehrlich gesagt gar nicht ausprobieren, was ein Abstieg mit unseren Zuschauern, Dauerkarten und Sponsoren machen würde. Das ist das absolute Worst-Case-Szenario, das wir um jeden Preis vermeiden wollen. Nochmal zurück zu Dresden: Wir hätten uns sehr gefreut, dauerhaft einen zweiten Standort im Osten Deutschlands in der DEL zu haben, einfach weil die Landkarte dadurch breiter und attraktiver wird. Umso mehr wäre es schade, sollte es für die Dresdner Eislöwen tat- sächlich nach unten gehen. Aktuell geht es für die Straubing Tigers aber erfreu licherweise in die andere Richtung: Finale und Meister schaft werden inzwischen offen als Ziel formuliert. Was muss aus Deiner Sicht zusammenkommen, damit dieser Traum Realität werden kann ? Ganz einfach: Wir müssen das Finale gewinnen! [lacht] Im Ernst: Im Sport ist alles möglich. Wenn man in eine Saison startet, kann es immer in beide Richtungen gehen – nach unten genauso wie nach oben. Und natürlich ist es der Wunsch von uns allen, dass es einmal richtig nach oben geht und wir diesen Traum tatsäch- www.tigershockey.de Straubing Tigers 32 |
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