Powerplay | Saison 2025/26 | Ausgabe 7
| 33 JOBS MIT STAHL. Alle Infos unter: #gotigers STAHLHART – WIE DIE TIGERS! www.prebeck-stahlbau.de Powerplay Geschäftsführerin im Fokus lich verwirklichen können. Aber damit wir uns gegen die ganz großen Clubs mit ihren ganz großen Etats durchsetzen, muss wirklich alles zusammenpassen. Der Sport zeigt immer wieder, dass Überraschungen möglich sind – und vielleicht erleben wir ja irgendwann genau diesen besonderen Moment auch mit den Straubing Tigers... Wie gelingt im Alltag der Spagat zwischen wirtschaft- licher Vernunft und sportlichem Risiko? Unser Geschäft ist sehr risikobehaftet. Bisher haben wir es im- mer gewuppt, trotz steigender Kosten. Die gesamtwirtschaft- liche Lage macht es nicht einfacher, weder für uns noch für andere Clubs. Es wäre leichter, wenn es mehr Planungssicherheit gäbe, aber so ist das im Profieishockey nun mal. Wir haben zum Glück einen breiten Gesellschafterkreis, der voll hinter uns steht und am Saisonende sicherstellt, dass finanziell die „schwarze Null“ steht. Trotz sportlicher Erfolge ist immer wieder zu vernehmen, dass im Profieishockey kaum Gewinne möglich sind und Gesellschafter Verluste aus eigener Tasche ausgleichen. Wie realistisch ist wirtschaftliche Nachhaltigkeit für einen Standort wie Straubing? Falls mal etwas übrig bleibt, investieren wir es sofort wieder in die Mannschaft. Kein Gesellschafter hat jemals einen Euro heraus- genommen – und das wird auch nie passieren. Unser Kapital ist das Team. Was wir herausbekommen, sind die gemeinsamen Erlebnisse als „Tigers-Familie“. Wenn wir beispielsweise wie zu- letzt gemeinsam als Gesellschafter zum Auswärtsspiel nach Mannheim fahren, die Stadt anschauen und dann obendrein noch gewinnen – das ist unser Ertrag. Wenn ein neuer Großsponsor anklopfen würde: Was müss- te dieser mitbringen, damit er wirklich zu den Straubing Tigers passt? Geld [lacht]. Natürlich – für einen Großsponsor wird es nur dann wirklich interessant, wenn dieser auch Vorteile für sich und sein Unternehmen sieht. Das ist ganz normal und völlig legitim. Ent- scheidend ist aber, dass er zu uns passt. Ich kann nicht sagen, dass wir eine bestimmte Branche ausschließen. Wichtig ist vielmehr, dass er unsere Werte teilt und sich nicht einmischt. Einfluss auf Spieler oder Team-Entscheidungen – das geht überhaupt nicht. Unsere Gesellschafter machen das ja auch nicht, und wir würden uns von unseremWeg auf keinen Fall abbringen lassen. Ein Spon- sor kann ein Bonus sein, um eine leistungsfähigere Mannschaft zu ermöglichen oder bestimmte Standards zu finanzieren, aber er muss unsere Werte leben und mit uns an einem Strang ziehen. Straubing Tigers www.tigershockey.de
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